
DRES HAUPT | GOLKE | SACKMANN
Achtung, neue Adresse!
Mary-Astell-Str. 2
28359 Bremen
Telefon: 04 21 / 98 98 85 0
Telefax: 04 21 / 98 98 85 55
Was passiert da gerade?
​
Wir niedergelassenen Lungenfachärztinnen und -ärzte sind für Sie da - noch. Doch jetzt möchte unsere Gesundheitsministerin ein Sparpaket durchbringen, welches zu drei Vierteln durch die Leistungserbringer im Gesundheitswesen getragen werden soll - während derzeit schon viele Leistungen und Untersuchungen nicht oder nicht vollständig bezahlt werden. Bislang haben wir die Unterfinanzierung noch mit Engagement ausgleichen können. Die angekündigten Einsparungen bei unseren Arztpraxen entsprechen aber praktisch einer Rationierung von Gesundheitsleistungen, die uns dazu zwingt, die medizinische Versorgung einzuschränken. Das wollen wir aber nicht!
Besonders problematisch ist dies deswegen, da durch das Spargesetz Strukturen zerstört werden, die gerade die fachärztliche Versorgung akut erkrankter bzw nachweislich dringender Fälle regeln. Ferner sollten u.a. sinnvolle Förderungen der Beratung zur Organspende oder Förderungen der Kurzzeittherapie in der Psychotherapie wegfallen.
Wir leisten uns immer noch 96 Krankenkassen und zig BKKen, jede mit eigenem Werbebudget und teurem Vorstand. Warum?
Längst hätte die ambulante Versorgung ausgebaut werden können - und die Gesundheitsversorgung ohne qualitative Abstriche damit günstiger werden können. Warum erfolgt dies nicht?
Die staatliche Beteiligung an der Gesundheitsversorgung der BürgergeldempfängerInnen ist bei weitem nicht ausreichend - obwohl dies eine Aufgabe aller SteuerzahlerInnen ist, nicht nur die der gesetzlich versicherten ArbeitnehmerInnen. Warum?
Längst gibt es gute Vorschläge, wie durch eine gute Patientensteuerung die Gesundheitsversorgung auf gleichem Niveau erhalten werden kann. Frau Warnken scheint aber die Rasenmäher-Methode zu bevorzugen - wir sind fassungslos.
​​
Viele unserer Leistungen werden schon jetzt nicht mehr kostendeckend erbracht. Röntgenaufnahmen der Lunge z.B. sind billiger als ein Passbild beim Fotografen. Und selbstverständlich gibt es ein Budget - d.h., zusätzliche Diagnostik, die wir als medizinisch notwendig erachten, wird nicht oder nur mit zusätzlichen Abschlägen bezahlt.
​
Besonders bedauern wir, dass wir unter diesen Umständen unsere Praxen nicht mehr in die Hände jüngerer Generationen legen können werden - zu wenig attraktiv sind die langen Arbeitstage, der zunehmende Spagat zwischen unserer Vorstellung von einer guter Patientenversorgung und den verbleibenden Möglichkeiten, diese umzusetzen, das wirtschaftliche Risiko unter ständig wechselnden Rahmenbedingungen, und eine umfassenden Bürokratie, die weder für Ihre Gesundheit, noch für unsere Praxisabläufe irgendeinen Nutzen hat.
​
Liebe Patientinnen und Patienten, wir wollen auch morgen noch für Sie da sein! In Bremen haben in den letzten Jahren bereits etliche Arztpraxen aufgegeben - weitere werden folgen, wenn sich die Rahmenbedingungen noch weiter verschlechtern.
​​
Wir wünschen uns, dass die für ein funktionierendes Gesundheitssystem verantwortlichen PolitikerInnen bessere und fairere Lösungen gemeinsam mit uns zu finden - damit auch in Zukunft die Versorgung Ihres höchsten Gutes - Ihre Gesundheit - gesichert bleibt.
​​
Nichts beeindruckt PolitikerInnen so sehr, wie wenn ihr Wahlkreisbüro von Protestbriefen überschwemmt wird. Bitte schreiben Sie daher an Ihre Abgeordneten!
​​
-
Was ist Ihnen besonders wichtig? Kurz Stichworte eingeben oder diktieren
-
MdBs anhand Ihrer Postleitzahl aussuchen
-
Individuelle Briefe per Knopfdruck erzeugen
Das dauert nur 2 Minuten, und Sie haben einen individuellen Brief, der gelesen und ernstgenommen wird. Das macht mehr Eindruck als ein massenhaft versendetes Standardschreiben.
​
